Äthiopien

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Die Geschichte Äthiopiens

Äthiopien ist eine cheap custom writing der ältesten Zivilisationen der Welt und der älteste heute noch bestehende Staat auf dem afrikanischen Kontinent. Seit dem 3. Jahrhundert nach Christus kann man das Christentum in dem ostafrikanischen Land finden. Im 19. Jahrhundert gründete eine Frau, Kaiserin Taitu, die heutige Hauptstadt Addis Abeba.

Christliche Tradition, eine besondere Kolonialgeschichte und die damit verbundene historische Isolation unterscheidet Äthiopien kulturell deutlich von anderen Staaten in Schwarzafrika. Das Land ist vielseitig, die Landschaft, etwa am Fluss Omo im Südwesten, beeindruckend. Die Föderale Demokratische Republik Äthiopien ist heute ein Binnenstaat am Horn voncustoms writing Afrika. Das Land ist flächenmäßig annähernd dreimal so groß wie Deutschland.

Äthiopien ist bekannt für seinen Kaffee. Für seine Musik ist es ebenso bekannt, besonders Jazz und Pop, bei denen man die prägenden Einflüsse des Christentums immer noch spüren kann. Die Kunst besonders Malerei spielt eine große Rolle im äthiopischen Alltag: Man spürt bei jedem Gemälde die enge Verbindung zur Geschichte des Landes.

Die äthiopische Gesellschaft

Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat mit einer großen Zahl von Ethnien und Sprachen. Heute hat das Land  zirka 100 Millionen Einwohner. Die Anzahl ethnischer Gruppen wird mit bis zu 120, mindestens aber 80 angegeben. Die Sprachenvielfalt ist gleichsam ausgeprägt: Amharisch ist die Amtssprache in Äthiopien, jedoch ist Oromo mit 33 Millionen Sprechern am meisten verbreitet. Äthiopien ist ein schnellwachsendes Land: Heute zählt es über 80 Millionen Bewohner, bis zum Jahr 2040 wird je nach Fertilität mit bis zu mit 160 Millionen gerechnet.

Frauen leben in der äthiopischen Gesellschaft oft in einer untergeordneten Rolle: harte Arbeit, Armut, Gewalt und Benachteiligung sind leider keine Seltenheit. 85 Prozent der weiblichen Bevölkerung Äthiopiens leben in ländlicher Umgebung. Subsistenzlandwirtschaften halten die dörflichen Kommunen zusammen. Die Aufgabe von Frauen und Mädchen im Dorfverbund ist oft die Bereitstellung von Wasser und Feuerholz – beide sind allzu oft nicht in der nahen Umgebung, sondern mehrere Kilometer entfernt, zu finden. 

Obwohl Äthiopien ein schnellwachsendes Land ist, hat es immer noch mit einer hohen Sterblichkeitsrate zu kämpfen. 45 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt, 3,1 Prozent nur älter als 65 Jahre. Seuchen und Krankheiten, allen voran AIDS, machen viele Kinder zu Vollwaisen. Ein soziales Auffangnetz für diese Kinder gibt es nicht. Sie werden innerhalb des Familienverbundes betreut oder aufgrund finanzieller Belastungen sich selbst überlassen. Gerade Mädchen und junge Frauen haben mit dieser Situation zu kämpfen: Oft sind die einzigen Auswege aus totaler Armut. Zwangsverheiratung Minderjähriger oder Prostitution.

Die wirtschaftliche Situation Äthiopiens 

Mit einer Bevölkerungsdichte von 88 Einwohnern/km² liegt Äthiopien deutlich über dem afrikanischen Durchschnitt von 20 Einwohnern/km². Äthiopien ist eine parlamentarische Bundesrepublik, die unter spezieller Beobachtung von Menschenrechtsorganisationen steht. Das jährliche Wirtschaftswachstum beträgt nach Angaben der Regierung etwa 8%, rund 40% der Äthiopier leben unterhalb der Armutsgrenze. Im Human Development Index (HDI) 2015 belegt Äthiopien Platz 173 von 187.

Das starke Bevölkerungswachstum, die zunehmende Entwaldung und unzureichende, ineffiziente Produktionsverfahren in der Landwirtschaft führen zu Ernährungsunsicherheit. Gleichzeitig ist die Privatwirtschaft kaum ausgeprägt.

Nach europäischem Maßstab ist von einer Arbeitslosigkeit im formellen Sektor von mehr als 75% auszugehen. Diese Situation trifft vor allem in den ländlichen Regionen zu, was zur Landflucht junger Menschen in die Hauptstadt oder in das Ausland führt. Diesen Herausforderungen entgegnet die äthiopische Regierung mit der ehrgeizigen Neuauflage des Wachstums- und Transformationsplans (GTP II). Die Bekämpfung der Armut und die Förderung des Wirtschaftswachstums stehen dabei im Mittelpunkt.

Debre Markos – Projektstandort und Ausgangslage

Die Projekte der FriendsUnited – Hilfe für Afrika Stiftung werden in Debre Markos, in Gojam, realisiert. Debre Markos ist die Hauptstadt der Zone Misrak Gojam in der Region Amhara. Die Stadt liegt im Hochland, 2446m über dem Meeresspiegel.

Die regionale Wirtschaft ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, sodass die Region wirtschaftlich von den klimatischen Bedingungen abhängig ist. Bleiben die Regenfälle aus, wird die Versorgungslage schnell bedrohlich. Aufgrund der rasant anwachsenden Bevölkerung hat Debre Markos aktuell (2015) rund 109.000 Einwohner. Hiervon sind rund 53% weiblichen Geschlechts.

Debre Markos verfügt über Elektrizität, 18 Kindergärten, 19 Primary, 2 Secondary, 2 Preparatory Schools (private Vorbereitungsschule) und ein TVET College.  Neben landwirtschaftlichen Betrieben existieren einfache Handwerksbetriebe wie Schuster, Schneider, Schreinereien u. ä. Die Importquote liegt bei 20% und umfasst vor allem weiterverarbeitende Produkte. Die Exportquote beträgt etwa 6%. Es gibt keine Industrie vor Ort. Genaue Angaben zu Arbeitslosigkeit und Landflucht in Debre Markos und der umliegenden Region liegen aktuell nicht vor. 

In Debre Markos leben rund 10.000 Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren. Davon besuchen rund 50% eine weiterführende Schule. Besonders berücksichtig werden sollen hierbei Waisenmädchen, die rund 6% dieser Alterskohorte ausmachen.

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